Kyoto Animation: Spendenkampagne erreicht 2-Millionen-Marke

Kurz nachdem bekannt wurde, dass ein Brandanschlag auf Kyoto Animation stattgefunden hat, startete der US-amerikanische Publisher Sentai Filmworks auf der Webseite »GoFundMe« eine Spendenkampagne, um das japanische Animationsstudio zu unterstützen. Mittlerweile kamen hier bereits über 2 Millionen US-Dollar zusammen.

Nach sechs Tagen haben mehr als 62.100 Leute zusammen über 2,13 Millionen US-Dollar (ungefähr 1,92 Millionen Euro) für das Studio gespendet. Auch große Namen, wie das Unternehmen Adobe, das insgesamt 50.000 US-Dollar spendete, sowie der Komponist Yuki Hayashi, der 10.000 US-Dollar beisteuerte, nahmen an der Kampagne teil.

Sentai Filmworks versicherte, dass man sich vor dem Start der Spendenaktion mit der internen Rechtsabteilung abgesprochen hat und mit Branchenvertretern in den USA sowie in Japan zusammenarbeitet, um sicherzustellen, dass alle Gelder die Bedürftigen erreichen.

>> Zur Spendenkampagne

Kyoto Animation eröffnet offizielles Spendenkonto

Mittlerweile eröffnete Kyoto Animation auch ein offizielles Konto, um Spenden aus Japan und dem Ausland entgegenzunehmen. Die notwendigen Bankdaten können der Webseite des Studios entnommen werden.

Wer diese Möglichkeit nutzen möchte, sollte allerdings beachten, dass hier hohe Gebühren von durchschnittlich 30 bis 40 Euro für Auslandsüberweisungen anfallen können. Wendet euch hierzu an eure Bank, um weitere Informationen zu erhalten.

Hintergrund: Brandanschlag tötete 34 Menschen

Am 18. Juli um 10:30 Uhr Ortszeit verteilte ein 41-jähriger Japaner eine brennbare Flüssigkeit im ersten Studiogebäude von Kyoto Animation. Nachdem er diese anzündete, stand das Gebäude kurze Zeit später nahezu komplett in Flammen. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich 73 Menschen im Gebäude.

Die Feuerwehr rückte mit über 30 Einsatzwagen an und brachte das Feuer nach fünf Stunden unter Kontrolle. Die Polizei bestätigte, dass 34 Menschen bei diesem Anschlag ums Leben kamen und weitere 34 verletzt wurden. 10 davon befinden sich in Lebensgefahr. Die Sicherheit von sieben Mitarbeitern des Studios, die nicht namentlich genannt wurden, wurde bestätigt.

Quelle: GoFundMe.com, KyotoAnimation.co.jp
Titelbild: © peconicpublicbroadcasting.org

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